Weltklasse: Mehr als 30 der 40 besten Reiterinnen und Reiter gehen beim Longines-CSI Basel in den Parcours. Von heute an bis Sonntag geben sich die Top-Stars der Szene in der St. Jakobshalle die Klinke in die Hand. Bei insgesamt 17 Prüfungen geht es um ein Preisgeld von 756  000 Franken. Basel. Bei diesen Namen schnalzen die Freunde des Springreitens mit der Zunge: Der Schweizer Weltcupsieger Steve Guerdat gibt sich die Ehre, der holländische Welt- und Europameister Jeroen Dubbeldam hat gemeldet, auch Christian Ahlmann, die Nummer zwei der Welt aus Deutschland, sowie die französischen Team-Olympiasieger Roger Yves Bost, erfolgreichster Reiter des CSI Basel 2016, Pénélope Leprevost, Philippe Rozier und Kevin Staut werden ihre Pferde am Rheinknie satteln.
Fotostrecke
2 Fotos
Die Crème de la Crème ist mit von der Partie Wo wir schon bei den Top-Reitern sind: Aus Deutschland reisen neben Ahlmann auch der Weltranglistenerste Daniel Deusser, Marcus Ehning und Marco Kutscher an. Und natürlich Lokalmatador Hans-Dieter Dreher (siehe nebenstehender Artikel). Für Großbritannien sind nebst dem früheren Weltranglisten-Ersten Scott Brash Ben Maher und der legendäre John Whitaker am Start. Aus Frankreich kommt Vize-Weltmeister Patrice Delaveau und aus Belgien Niels Bruynseels, die Gebrüder Philip- paerts und Grégory Wathelet sowie Rolf-Göran Bengtsson aus Schweden, der vor drei Jahren als Sieger im Grand Prix von Basel hervorging. Dabei ist auch die Portugiesin Luciana Diniz. Sie zählt zu den weltbesten Amazonen und konnte bisher als einzige Reiterin das Basler Grand-Prix-Springen für sich entscheiden. Zu den Siegesanwärtern in der St. Jakobshalle zählen auch die beiden Iren Bertram Allen und Denis Lynch. Kurzum: Die achte Auflage des CSI in Basel verspricht einmal mehr Springsport auf höchstem internationalen Niveau. Die Besetzung ist besser als bei Olympischen Spielen oder anderen großen Championaten. An diesen Großanlässen verhindern die Qualifikationskriterien und die Teilnahmebeschränkungen pro Nation eine derart hohe Qualität wie in Basel, wie der Pressechef des Basler Turniers, Georges Zehnder, erklärt. Zehn Konkurrenzen sind für die höchste internationale Turnierstufe ausgeschrieben, sieben internationale Springen sind für die Amateure reserviert. Gleich bei neun Springen gibt es Punkte für das Longines-Ranking (Weltrangliste). „Das ist einmalig für ein internationales Hallenturnier“, unterstreicht Zehnder. Grand Prix-Sieg ist 100 000 Franken wert Bei den Fünfsterne-Wettbewerben kommt ein Preisgeld inklusive der Spezialpreise von 713 000 Franken zur Auszahlung. Allein der Grand Prix am Sonntagnachmittag ist mit 330 000 Franken dotiert. Für den Sieger dieses Wettbewerbs winken 100 000 Franken. Zudem darf er sich über eine wertvolle Uhr freuen. „Die Hauptprüfung zählt somit zu den höchstdotierten Hallen-Grand Prix der Welt“, so Zehnder. Der Höhepunkt wird in einem neuen Format ausgetragen. Der Sieger wird in einem Springen über zwei Runden ermittelt. Zum finalen Durchgang können sich die 15 besten Paare oder alle Nullfehlerreiter aus der ersten Runde qualifizieren. Das neue Format verspricht mehr Spannung und kommt auch der Live-Übertragung des Schweizer Fernsehens entgegen. Beim bisherigen Format mit zwei Runden und einem Stechen musste die Prüfung wegen der Parcoursbesichtigung für die Barrage noch unterbrochen werden. Von den Top-Ten der Weltrangliste fehlen nur drei Namen aus Übersee, so die beiden US-Amerikaner McLain Ward und Kent Farrington sowie der Kanadier Eric Lamaze. Sie werden beim Winter-Equestrian-Festival in Florida an den Start gehen. Parcoursbauer ist Meister seines Fachs Für den Aufbau der Springparcours zeichnet wie im vergangenen Jahr der renommierte Deutsche Frank Rothenberger verantwortlich. „Er gilt als weltweit anerkannte Persönlichkeit und Meister seines Fachs. So konstruierte er die Kurse an den wichtigsten internationalen Championaten wie Olympische Spiele, Welt- und Europameisterschaften sowie an Weltcupfinals“, erklärt der Pressechef des CSI Basel. Die Organisatoren präsentieren auch Einblicke in die Kunst der Dressur. Von Donnerstag bis Samstag zeigen Markus Graf, Gilles Nvgovan, Barbara von Grebel und Alexandra Zurbrügg eine Dressur-Quadrille. Für einen besonderen Höhepunkt sorgt Sönke Rothenberger. Der Team-Olympiasieger von Rio reitet eine Musik-Kür.